In Kronberg nachlegen
25. November 2022

Wenn die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers am Samstag beim MTV Kronberg antreten, wollen sie den zweiten Sieg in Serie einfahren. Die Voraussetzungen beim sieglosen Schlusslicht sind gut, allerdings erwartet das Team von Trainer Ivi Piljanovic in Sulzbach kein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, sondern ein Team, das mit allen Mitteln den ersten Saisonsieg will.

Knappe Niederlagen gegen Langen und in Lich haben die Kronberger in den letzten beiden Wochen erlitten. Vor allem das 72:66 bei Lich Basketball war bitter für den MTV. Schließlich führten sie bei den ohne Johannes Lischka spielenden Lichern eigentlich das gesamte Spiel, verloren im vierten Viertel im Tollhaus DBS allerdings komplett den Faden. Nur 12 Punkte in den letzten zehn Minuten kosteten sie das Spiel. Aber auch in den Heimspielen gegen Stuttgart oder Söflingen, war Kronberg bis ins Schlussviertel im Spiel.

Mit 693 Punkten sind sie mit Abstand das Team, das am wenigsten scort. Elf der 14 Regionalliga-Teams haben in den 10 absolvierten Spielen 800 und mehr Punkte erzielt. So findet sich auch kein Spieler unter den 20 besten Werfern der Liga. Jonahan Meshgna ist mit 15,5 Punkten pro Spiel ihr auffälligster Akteur. Der Small Forward spielte bereits in der NBBL für die Taunusstädter, ehe er über die NCAA in den deutschen Profi-Basketball kam, wo er unter anderem für Hanau in der ProA auflief.

Auch Florian Dietrich (14,6 Punkte), Julian Reinwald (14,2) und Yannick Schicktanz (11,2) treffen pro Einsatz zweistellig. Allerdings haben bis auf den ehemaligen U16-Nationalspieler Schicktanz alle Topscorer bisher maximal sechs Partien absolviert. Dabei ist vor allem Meshgna mit 47,9% Dreierquote bei acht Versuchen pro Spiel ein gefährlicher Distanzschütze, den die Gießener kontrollieren müssen.

Die Punkteflaute der Taunusstädter lässt sich vor allem auch durch die schwache Wurfquote erklären. Mit 46,6% liegen sie aus der Zweierdistant am Ligaende und bis auf zwei weitere Teams, treffen alle anderen Mannschaften mehr als jeden zweiten Wurf bis zur 6,75m-Linie. Dazu kommt mit 28,8% die zweischlechteste Dreierquote und mit 65,4% die drittschlechteste Freiwurfquote.

Auch wenn die Defensive bei der Punktausbeute des Gegners eher im oberen Mittelfeld der Liga weilt, mit 24,9 Defensivrebounds pro Spiel liegen sie im Ligavergleich am Ende des Rankings. Julian Reinwald ist mit 9,4 Rebounds pro Spiel ihr wichtigster Akteur, der aber die letzten drei Spiele verpasste. Ob die Basketball-Akademie um Liga-Toprebounder Terry Winn (13,9) diese Schwächen ausnutzen können wird, wird auch an der Personalsituation liegen. Mit Christian Mann, Hannes Bergmann und Finn Döntgens drohen drei Bigmen auszufallen.

Headcoach Ivica Piljanovic: „Am Montag konnten wir eigentlich gar nicht trainieren. Die Vorzeichen sind mit den drohenden Ausfällen eine Katastrophe. Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht und gewonnen, und du denkst, du kannst darauf aufbauen – aber es wird leider schwierig. Vor allem die letzten Spiele hat Kronberg knapp verloren, und man sieht, dass sie auch langsam in die Liga reinwachsen. Das ist natürlich gerade für uns in dieser Woche gefährlich.“

Carl Chromik

Samstag
26. November 2022

19:30 Uhr
Eichwaldhalle, Sulzbach

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