Es gibt Basketball-Spiele, die alle Anwesenden so schnell nicht vergessen werden. Unsere Regionalliga-Mannschaft würde das Spiel gegen die Bona Baskets Limburg allerdings schnell wieder vergessen wollen. Nach zweifacher Verlängerung unterlagen sie mit 103:112.
Das Spiel begann mit einem Traumstart für die Gastgeber. Der aus Limburg stammende Yuma Janeck verwandelte einen Dreier zum 6:0 und auch wenn die Gäste ihrerseits von Downtown trafen, mit aggressiver Defense und schönem Zusammenspiel setzten sich die Jungs von Ivi Piljanovic nach fünf Minuten auf 21:8 ab. Die Sturm- und Drangphase der Gastgeber legte sich nun aber und Limburg kam nach einem Technischen Foul gegen den Coach besser ins Spiel. Während es offensiv weiterhin rund lief, gab es defensiv das ein oder andere Problem für die BBA 46ers, die dennoch mit 31:18 das erste Viertel gewannen.
Auch das zweite Viertel begann ganz nach dem Geschmack der Gießener. Detwan Andrews versenkte einen Dreier und mit schönen Punkten von Finn Döntgens wuchs der Vorsprung nach gut vier Minuten auf 40:25. Doch ein 0:8-Lauf in den folgenden zwei Minuten sollte den Rest der Halbzeit vorbestimmen. Die Gastgeber fanden offensiv keine Lösungen und ließen defensiv in der Schlussphase vor allem Juri Beckmann gewären, der drei Distanztreffer einstreute und so dafür sorgte, dass es nur mit 46:44 in die Kabinen ging.
Dort schienen die BBA-Coaches gute Worte gefunden zu haben, Dreier von Jon Ukaj, Yuma Janeck und Tristan Göbel sowie schöne Layups von Chris Herget brachten wieder einen zweistelligen Vorsprung. Und auch in der Folge baute das ganze Gießener Team ihn weiter aus und limitierte Limburgs Offensive auf 16 Punkte, von denen vor allem Matej Kljaic mit zwei einfachen Dreipunktspielen seinen Anteil hatte. Mit einem 72:60 ging es ins Schlussviertel.
Dort übernahm dann der Österreich-Kroate Kljaic bei Limburg. 17 Punkte legte er in den zehn Minuten auf und kam vor allem immer wieder einfach zum Korb. Die Akademie-Jungs taten sich dagegen erneut schwer gegen die Zone. Dennoch nahmen sie einen 81:75-Vorsprung mit in die letzten zwei Minuten. Doch gegen die Limburger Presse erlaubten sie sich zu viele Ballverluste, sodass Kljaic im Fastbreak durchkam und sogar das 81:83 markierte. Im Gegenzug wurde Terry Winn gefoult und der Import-46er versenkte beide Freiwürfe zum Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete.
Die Gastgeber legten vor, doch erneut waren es Ballverluste, die Limburg und den überragenden Kljaic zu Punkten brachten. Bis auf 86:91 war der Rückstand angestiegen, bevor die Gießener vermehrt an die Freiwurflinie kamen. Doch zu oft vergaben sie dort einen Wurf. Besser machte es Yuma Janeck von der Dreierlinie, der das 91:91 erzielte. Terry Winn hatte an der Freiwurflinie die Chance das Spiel zu entscheiden, doch beide Würfe verfehlten knapp ihr Ziel und es ging erneut in die Zugabe.
Plötzlich entwickelte sich ein Dreier-Shootout, bei dem beide Teams bis zum 99:99 im Gleichzug scorten. Terry Winn legte dann nach nur einem erfolgreichen Limburg-Freiwurf aus der Mitteldistanz zum 101:100 vor, aber nun begann die Kljaic-Show. Angefangen mit einem Dreier besorgte er im Alleingang den entscheidenden Vorsprung der Baskets. Das erfahrenere Team setzte sich am Ende mit 103:112 durch.
Headcoach Ivica Piljanovic: „Wir sind gut reingekommen, haben viel Druck gemacht in der Offense. Auch als sie auf Zone umgestellt haben, haben wir sie mit guter Defense überlaufen. Wir haben dann durch unsere Turnover und unsere Behäbigkeit am Ende das Spiel aus der Hand gegeben. Es war eine gute Chance einen Bigpoint zu holen. Das haben wir nicht geschafft und wieder Lehrgeld bezahlt. Nichtsdestotrotz werden wir weiter unser bestes geben und Gas geben.“
ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Christian Mann (2), Christopher Herget (16), Detwan Andrews (5), Finn Döntgens (4), Hannes Bergmann (1), Jon Ukaj (5), Orkun Mehmed (6, 8 Assists), Terry Winn (33, 14 Rebounds), Till Heyne (2), Tristan Göbel (11, 3 Steals), Yuma Janeck (18)
Nächstes Spiel:
Sonntag, 30. Oktober 2022, 17:30 Uhr
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