Aufholjagd ohne Happy-End
13. Dezember 2021

Die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers haben in der JBBL mit 87:89 gegen die s.Oliver Würzburg Akademie verloren. Nachdem sie in der zweiten Halbzeit lange einem Rückstand hinterherliefen, gelang kurz vor dem Ende der Ausgleich, aber der Wurf zum Sieg ging daneben. Das U16-Team verbringt die Weihnachtspause auf Platz 3.

Marcus Krapp startete mit Till Heyne, Elvin Mehovic, Ben Klingelhöfer, Roman Keilmann und Christian Mann in das letzte Spiel des Jahres. Auf der Gegenseite fehlte Mika Kröner, der dominierende Guard und Topscorer. Doch das bemerkten die Zusehenden in der Osthalle zunächst nicht, beide Mannschaften kamen gut in die Partie, die bei 8:9 nach gut drei Minuten noch ausgeglichen war. Elvin Mehovic und Till Heyne verschafften der BBA etwas Luft, doch Louis Klee startete per Dreier einen 0:7-Lauf der Gäste. Doch die Führung wechselte noch mal hin und her, sodass das Viertel mit 19:23 endete. Nachdem sich im ersten Viertel bei Würzburg schon einige Spieler in die Scoring-Liste eingetragen hatten, war es nun Hannes Steinbach, der gemeinsam mit Sebastian Burek die Gastgeber vor Probleme stellte. Doch erneut war es Elvin Mehovic, der offensiv voranging und den Rückstand verkürzte. Doch während er und Till Heyne schon zwei Fouls auf ihrem Konto hatten, sammelte auch Christian Mann orange Punkte auf der Anzeigetafel. Sei viertes Foul verschaffte ihm nach 17 Minuten eine längere Zwangspause. Beide Teams schenkten sich keinen Vorsprung, ließen aber einige Freiwürfe liegen. So ging es mit 36:40 in die Halbzeitpause. Der erste Dreier der Krapp-Jungs durch Peja Strobl wirkte wie eine Befreiung, doch nach dem 41:42 kam kein Gießener, sondern ein Würzburger Lauf. Nach dem 41:48 fingen sie sich zwar wieder, doch zwei Minuten später setzte Sebastian Burek beim 46:57 die Differenz erstmals zweistellig. Eine Auszeit von Marcus Krapp führte zu offensiv klareren Aktionen, die zunächst Ben Klingelhöfer zu Punkten nutze und dann war er es gemeinsam mit Till Heyne und Elvin Mehovic, die den Rückstand auf fünf Punkte eindämmten. Doch kurz vor dem Buzzer war es James Wucherer, der zum 56:66-Viertelstand aus der Distanz traf.

Die Teams tauschten im letzten Viertel munter Körbe aus und so schraubte sich das Ergebnis viereinhalb Minuten vor dem Ende auf 68:79 hoch. In dieser Phase war es nun Christian Mann, der ein ums andere Mal seine Vorteile am Brett ausspielte. Der Hüne bekam den Ball am Zonenrand und dominierte dort seine kleineren Gegenspieler, sodass er vorlegte und Peja Strobl beim 78:81 den Rückstand auf eine Possession schmälerte. Die Verteidigung erzielte sogar einen Stopp, doch die Chance zur weiteren Verkürzung blieb mit Beginn der letzten zwei Minuten ungenutzt. Auf der Gegenseite traf Ferdinand Schneider einen Dreier zum 78:84. Doch im Gegenzug netzt auch Peja Strobl für drei ein, sodass der Abstand wieder mit einem Wurf aufholbar war. Ein Ballgewinn und ein unsportliches Foul von Hannes Steinbach bescherten den Mittelhessen sogar zwei Freiwürfe und einen Angriff. Doch bei einem Freiwurfquote als Team von 6 von 18 im gesamten Spiel vergab Till Heyne die Chance zu verkürzen. Im Angriff war aber Christian Mann zur Stelle und erzielte das 83:84. Nach einer Würzburger Auszeit verteidigten die Jung-46ers gut, aber Jakob Schlottke traf seinen zweiten Dreier der Saison und zwang Marcus Krapp zur Auszeit. Beim folgenden Einwurf griff ein Würzburger über die Seitenlinie, was die Schiedsrichter mit einem Technischen Foul belegten und Peja Strobl mit dem 84:87 bestrafte. Der Angriff führte dann zu Roman Keilmann, der von der Dreierlinie abdrückte und unter großem Jubel den Ausgleich erzielte. Würzburgs hatte 20 Sekunden vor dem Ende aber die Chance auf den Sieg, James Wucherer bekam den Ball und wurde beim Zug in die Zonenmitte unglücklich von Till Heyne gefoult. Der großen Last auf den Schultern wurde der 15-Jährige gerecht und traf beide Würfe ins Herz seiner alten Weggefährten. 4,1 Sekunden vor dem Ende gab Marcus Krapp seinem Team in der Auszeit den finalen Spielzug mit. Aus dem Einwurf bekam Peja Strobl den Ball an der Dreierlinie und drückte gegen zwei heranfliegende Würzburger ab. Der Molten sprang vom Ring zurück ins Feld und Würzburg jubelte über den 87:97-Auswärtssieg.

Trainer Marcus Krapp: „Wir waren einfach als gesamtes Team heute nicht bereit. Positiv war, dass wir uns wieder herangekämpft haben, aber auch dann zeigte sich wieder unsere Freiwurfschwäche. Schade, dass wir das Spiel nicht gewinnen konnten.“

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Peja Strobl (14 Punkte), Elvin Mehovic (16), Till Heyne (14), Jasper Hegele, Ole Thormeier, Tim Scherer, Roman Keilmann (11), Gabriel Noyal, Max Brodt (4), Ben Klingelhöfer (8), Christian Mann (20)

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