Endlich wieder Wettkampf – U12 misst sich online mit namenhaften Teams
7. März 2021

Mitte Februar ging es los mit der offenen Bayern Online Liga. Echtes Turnier-Feeling kam für 450 Personen von 44 verschiedenen Vereinen auf, denn alle Beteiligten trafen sich am Sonntagmorgen um 10 Uhr bei Zoom im Zeichen des Münchner Olympiastadions. Eingeladen hatte der Bayrischer Basketball Verband, doch U12-Teams von überall konnten teilnehmen. Unter dem Motto „Eine Arena, sechs Challenges, dein Team“ gibt es nun alle zwei Wochen einen Spieltag der Online Liga.

Auf eine kleine Eröffnungszeremonie folgte eine Besprechung im Team in einem eigenen Besprechungsraum. Kurze Zeit später starteten die 22 Spiele zeitgleich in eigenen Spielräumen. Immer zwei Teams traten in den sechs Disziplinen gegeneinander an. Die Aufgaben wurden bereits am Dienstag vor dem Spieltag veröffentlicht, sodass niemand ohne gezieltes Training ins Spiel gehen musste. Aus fünf bis zwölf Spielern besteht eine Mannschaft und vier Spieler eines Teams führen die Challenge gleichzeitig durch. Die Vorgabe der Offense gilt es dann für die vier Spieler des Defense-Teams zu schlagen. Nach jedem Durchgang wird gewechselt, alles soll möglichst nah an einem Offline-Wettkampf sein.

Die U12 von Trainer Jan Schneider trat zum ersten Spieltag mit vollem Kader an. Als Gegner wurde den Hessen ein Team aus Nordrhein-Westfalen zugeteilt. Gegen Recklinghausen ging es direkt heiß her mit der Campazzo-Pass-Challenge. Der Signature Move des argentinischen NBA-Guards ist der Pass hinter dem Rücken. Auf diese Weise sollten die Kinder auch einen Tennisball möglichst oft in einer Minute in einen Wäschekorb am Boden befördern.

Nicht nur die sportlichen Fähigkeiten standen dabei im Mittelpunkt sondern auch das Fair-Play. Alle Spieler gaben ihre Punkte selbst weiter und die Schiedsrichter waren nur für die Zusammenzählung verantwortlich. Auch bei der Becher-, Wickel-, Steph Curry-, Klatschen- und Fänger-Challenge konnten die Teamkollegen auf der Bank munter mit bunten Schildern anfeuern. Nach den sechs Durchgängen, die sowohl Feingefühl als auch Kondition verlangten, ging die Gießener Akademie mit vier gewonnenen Challenges als Sieger vom virtuellen Court. Den Abschluss des Tages bildete ein riesiger gemeinsamer Huddle, der fast vergessen ließ, dass alle 450 Teilnehmer in ihrem eigenen Zuhause waren.

Am zweiten Spieltag kam es zum Traditionsduell mit dem DBV Charlottenburg aus Berlin. Erneut konnte Coach Schneider zwölf hochmotivierte Spieler ins Rennen schicken. Wie bei einem echten Spiel hatten sich seine Schützlinge intensiv auf die Aufgaben vorbereitet. In einem hochklassigen Duell gab es sechs neue Aufgaben, deren Schwierigkeit sich sogar leicht gesteigert hatte. Es wurden Crossover gemacht, hinter dem Rücken jongliert und mit der schwachen Hand geworfen. Mit einem 3:2 gingen die Jung-46ers in die Abschluss-Challenge „Passen between the legs“. Dabei schenkten sich die vier Gießener und vier Berliner nichts, sodass mit einem Unentschieden der Tagessieg erneut nach Mittelhessen ging.

„Es ist eine coole Möglichkeit, den Wettkampfgedanken aufrecht zu erhalten. Die Kids feuern sich gegenseitig an. Gerade jetzt, wo keine Spiele stattfinden. Auch im Training gibt es wieder etwas, worauf man hinarbeitet“, freut sich der Übungsleiter über die Chance auf Wettkampf.

Am kommenden Wochenende wartet dann der letzte Gruppen-Gegner Freak City Bamberg. Im weiteren Teilnehmerfeld sind weitere prominente Teams vertreten wie die Talentschmiede TuS Lichterfelde, ProB-Gegner Dresden Titans, der BBL-Nachwuchs von Brose Bamberg, s.Oliver Würzburg, medi bayreuth und den FRAPORT SKYLINERS sowie die U12-Teams der EuroLeague-Vertreter ALBA Berlin und FC Bayern München. Im weiteren Verlauf des Turniers wird hier also auch der inoffizielle U12-Meister der BBL-Teams ausgespielt.

Max Bartylak
Max Bartylak
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