Bamberg zu stark – NBBL geht ohne Sieg in Mini-Pause
8. November 2021

Am fünften Spieltag der Nachwuchs Basketball-Bundesliga verloren die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers bei Brose Bamberg / Tröster Breitengüßbach mit 55:74. Das Team um Topscorer Tristan Göbel erzielte im zweiten Viertel keinen Korb aus dem Feld und lag so zur Halbzeit mit 17:39 schon klar im Hintertreffen. In der zweiten Hälfte zeigte die Mannschaft von Sherman Lockhart aber Moral und den Basketball, den der Übungsleiter sehen möchte.

Die Fahrt ins Frankenland trat das U19-Team ohne Finn Döntgens an. Der Center war nach seiner ProB-Premiere in der Vorwoche erneut bei den Rackelos in Dresden aktiv. So durften Yahel Hadas, Chris Herget, Detwan Andrews, Tristan Göbel und Hannes Bergmann zu Beginn auf das Breitengüßbacher Parkett. Der erste Wurf des Nachmittags ging an den freien Tristan Göbel, der jedoch aus der Mitteldistanz nicht einnetzen konnte. Bambergs Abdelkahar Karioui machte es am Korb besser und aus einem Gießener Ballverlust war Adrian Worthy per Dreipunktspiel zur Stelle. Die erste Minute sinnbildlich für die erste Halbzeit stehen, denn immer wieder waren die Bamberger am Drücker. Beim 0:9 zog Lockhart die erste Auszeit und immerhin kamen so kurze Zeit später die ersten Punkte durch Tristan Göbel auf die Anzeigetafel. Über 2:14 erhöhten die ungeschlagenen Franken auf 4:20. Dies war allerdings eine kleine Initialzündung für die Akademie-Jungs, die nun im Spiel ankamen. Mit mehr Fluss in der Offensive ging es nur mit 15:24 ins zweite Viertel. Dort ging bei den Nachwuchs-46ers im Angriff gar nichts mehr. Mehrere Ballverluste wurden kombiniert mit drei Tipp-In-Versuchen, die allesamt scheiterten. Auch an der Freiwurflinie klappte es zunächst nicht zu punkten, bis dann Lorenz Kohl zweimal von dort traf. Defensiv war die Leistung allerdings in Ordnung, Bamberg kam nur zu 15 Punkten.

Coach Lockhart fand in der Kabine dann wohl die richtigen Worte, denn direkt der erste Korb der zweiten Halbzeit durch Detwan Andrews war schön herausgespielt. Die Franken um Adrian Worthy konnten sich jedoch weiter absetzen. Der Topscorer war mit fünf Dreiern bei sechs Versuchen maßgeblich an der 40%igen Dreierquote der Gastgeber beteiligt, die am Ende höher lag als die Gießener Quote aus dem Zweipunktebereich. Die BBA-Jungs fanden öfter den Weg zum Korb und agierten klarer in ihren Aktionen. Dennoch wuchs der Rückstand zunächst auf über 30 Punkte an. Ein kleines Ausrufezeichen sendete kurz vor Ende des dritten Viertels David Sann, der erst spektakulär blockte und daraus im Fastbreak einen Assist auf Tristan Göbel spielte. 34:61 stand es vor dem Schlussviertel, das dann endgültig den schnellen Gießener Basketball zeigte. Obwohl Bamberg weiterhin viel mit den Stammspielern agierte, kamen nun einige gelungene Aktionen heraus. In fast allen Statistiken waren die Mittelhessen ihrem Gegner auf Augenhöhe, nur bei den Wurfquoten aus dem Feld zeigten sich die Unterschiede, die das Spiel ausmachten. Mit dem 55:74 gehen die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers nun in zwei spielfreie Wochenenden, ehe dann der FC Bayern München als Gast in der Osthalle aufkreuzt.

Sherman Lockhart: „Bamberg war der erwartet schwere Gegner, mit viel Physis und Treffsicherheit von der Dreierlinie. Sie haben uns oft die Grenzen aufgezeigt, besonders im zweiten Viertel. Nach einer lauteren Ansprache lief es dann deutlich besser, das war dann die Art von Basketball, die wir spielen wollen. Da hat man gesehen, dass die Jungs durch die harte Arbeit Verbesserungen aufs Parkett gebracht haben. Wir sind aber noch nicht so weit, dass es zum Sieg reicht. Vor allem die jüngeren Spieler haben defensiv und offensiv einen guten Job gemacht. Wir sind mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gegangen und sind uns sicher, dass wir im Laufe der Saison noch unseren Sieg einfahren werden, wenn die Entwicklung so weitergeht.“

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Philipp Kreile (4, 2 Assists), Yahel Hadas (1), Yuma Janeck (7), Lorenz Klippel (2, 3 Steals), David Sann (3 Assists), Detwan Andrews (9, 3 Steals), Tristan Göbel (14. 9 Rebounds), Erik Lindenstruth, Lorenz Kohl (2), Hannes Bergmann (7, 4 Assists, 4 Steals, 2 Blocks), Lennox Burghard (3), Christopher Herget (6)

Sherman Lockhart

Das Spiel im Relive bei sporttotal.tv:

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