JBBL kann auf eigene Stärken vertrauen
8. Oktober 2021

350 Tage wird das letzte Spiel der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers in der Jugend Basketball-Bundesliga am Sonntag zurückliegen, wenn endlich der Tippoff zur neuen Saison erfolgt. Das Team von Marcus Krapp startet mit einem Heimspiel gegen das Team Bonn/Rhöndorf. Im bekannten Modus ist dies das erste von sechs Spielen der Vorrunden, an deren Ende sich drei der sieben Teams für die Hauptrunde qualifizieren.

Nach dem Wechsel von Patrick Unger an die Spitze der Depant GIESSEN 46ers Rackelos ist Marcus Krapp wieder alleiniger Headcoach der U16-Mannschaft. Assistiert wird er von Jan Schneider, der die Spieler der Jahrgänge 2006 und 2007 schon in den vergangenen Jahren in der U14 in dieser Position betreut hat. Gemeinsam arbeiten die beiden seit dem Frühsommer mit den Spielern in der Halle, um sie auf die neue Liga vorzubereiten. Denn kein Spieler im Spiel hat bisher mehr als vier Partien in der JBBL absolviert. Durch den Abbruch der letzten Saison wird diese Unerfahrenheit allerdings in allen Teams vorherrschen.

Die Einordnung der Liga fällt daher in diesem Jahr nochmals schwerer als in gewöhnlichen Zeiten. Je nach Bundesland gab es verschiedene Regeln, ob Spieler auch in der zweiten und dritten Welle in die Hallen und zumindest in kleinen Gruppen trainieren durften. Daher liegt der Fokus der Coaches in diesem Jahr noch stärker auf der eigenen Leistung. Die Spieler im Spiel- und Trainingskader sollen sich bestmöglich weiterentwickeln und den Sprung auf das Niveau der Jugend-Bundesliga schaffen. Dabei liegt der Fokus auf der Verteidigung, die bereits in der Vorbereitung mit viel Druck über das ganze Feld Aufbauspieler des Gegners in Probleme brachte. Aber nicht nur über die Presse, sondern auch in der Halbfeldverteidigung möchte das Krapp-Team dem Gegner das Leben schwer machen. Offensiv dagegen vertraut der Coach den Spielern, die ohne enges Korsett spielen dürfen. Die eingeübten Mechanismen sollen sie umsetzen und mit Kreativität die besten Abschlüsse finden.

Im Kader stehen sechs Spieler, die bereits in der letzten Saison für die BBA auf dem JBBL-Feld standen. Mit 11,7 Punkten im Schnitt tat sich dabei vor allem der lange Christian Mann als Scorer hervor. Mit seinen knapp zwei Metern wird er auch in der neuen Spielzeit oft der größte Spieler auf dem Parkett sein und diesen Vorteil ausnutzen müssen. Schon über 20 Minuten stand bei den drei Spielen Till Heyne auf dem Parkett. Der Guard hatte seine ersten beiden JBBL-Kurzauftritte bereits in der Spielzeit 19/20 absolviert und wird nun als Spielgestalter viel Verantwortung übernehmen müssen. Dass er das Zeug dazu hat, zeigte der 15-Jährige beim Bundesjugendlager 2020 und der Teilnahme an einigen Lehrgängen der U15-Nationalmannschaft. Der zweite Marburger aus dem Jahrgang 2006 ist Elvin Mehovic, der letzte Saison seine Rolle von der Bank hervorragend ausfüllte und sich über die Pandemie stetig weiterentwickelt hat. Mit Roman Keilmann, Ben Klingelhöfer und Max Brodt sind drei weitere Spieler dabei, die im vergangenen Jahr noch im Schatten der 2005er standen, sich nun aber etablieren können. Dass sie Potential haben, unterstrichen sie bereits bis zum Beginn der Pandemie in der U14-Oberliga 2019/20. Gemeinsam mit Marlon Hilton und Niklas Bertram, die letzte Saison noch keine Einsätze hatten, waren die Gießener 2006er auf bestem Wege, bei der Hessenmeisterschaft einen spannenden Dreikampf um die hessische Krone auszufechten.

Diese Erfahrung blieb den 2007er Spielern verwehrt, denn auch da endete die Oberliga-Saison, bevor sie richtig anfing. Die Chance auf eine Hessenmeisterschaft hatte Peja Strobl allerdings nicht nur Coronabedingt noch nicht. Der Guard kam wie sein Vater aus Braunschweig in die 46ers-Familie. Dort stand er als einer der wenigen Spieler seines Jahrgangs schon auf dem JBBL-Parkett. Im September verpasste er als Neuling bei den HBV-Sichtungen den Sprung ins Bundesjugendlager-Team nur knapp. In Heidelberg war dagegen Jasper Hegele dabei. Der Marburger gehörte zu den zwölf Hessen, die sich beim Schaulaufen der Talente präsentierten. Daher verpasste er allerdings einige Trainings und Testspiele. Ebenfalls aus dem Marburger Jugendprogramm kommt Guard Laurin Immisch. In Lich ausgebildet wurde Tim Scherer. Gleich drei Jungs waren in der vergangenen Saison bei der U14-Kooperationsmannschaft von BBA und MTV Gießen im Einsatz. Genau wie Immisch und Scherer werden Gabriel Noyal, Ole Thormeier und Niclas Steinhoff an die JBBL herangeführt.

Die Vorrunde besteht wie in den Vorjahren aus sechs Spielen. Jedes Team spielt einmal gegen jedes Team, dabei haben die Vereine drei Heim- und drei Auswärtsspiele. In der BBA-Gruppe 5 hat sich nichts geändert zum Vorjahr, wieder heißen die Gegner ASC Theresianum Mainz, Bayer Giants Leverkusen, RheinStars Köln, Team Bonn/Rhöndorf, Team Südhessen und Young Gladiators Trier. Die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde. Die anderen vier gehen in die Relegation, wo dann in Achtergruppen zwei weitere Teams für die Playoffs ausgespielt werden, während die unteren sechs in die Playdowns müssen.

Den Auftakt in die Vorrunde macht das Heimspiel gegen Bonn/Rhöndorf. Die Westfalen waren in der Vorbereitung ebenfalls beim Turnier in Düsseldorf dabei. Trotzdem liegt der Fokus des Duos Krapp/Schneider auf den eigenen Stärken. Wenn diese ausgespielt werden, sollte jedes Spiel in der Gruppe 5 mindestens auf Augenhöhe möglich sein. Die weiteren Heimspiele finden am 17. Oktober gegen Südhessen und am 31. Oktober gegen Mainz statt. Auswärts geht es nach Köln, Trier und Leverkusen.

Bei den Heimspielen in der Osthalle können 500 Personen teilnehmen, dabei gilt der 3G-Grundsatz geimpft, genesen oder getestet. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Sprungball zur neuen Saison ist am Sonntag um 11 Uhr.

U14-Landesliga 2021/22

Stehend von links: Co-Trainer Jan Schneider, Elvin Mehovic, Marlon Hilton, Niklas Bertram, Roman Keilmann, Max Brodt, Ben Klingelhöfer, Trainer Marcus Krapp

Hockend/Sitzend von links: Ole Thormeier, Tim Scherer, Laurin Immisch, Gabriel Noyal, Christian Mann, Till Heyne, Niclas Steinhoff, Jasper Hegele, Peja Strobl.

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