Den Widrigkeiten getrotzt
24. Januar 2022
86:80 und zwei Punkte. Das steht am Ende unter der Woche der JBBL-Mannschaft. Die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers setzten sich knapp bei den Schick Group White Wings Juniors durch und festigten damit ihren dritten Platz in der Tabelle. Dabei waren die Ausgangsbedingungen alles andere als ideal. Christian Mann bestätigte seine gute Form mit 33 Punkten und 12 Rebounds.

Marcus Krapp musste mit Peja Strobl, Jasper Hegele und Roman Keilmann gleich auf drei Stammspieler verzichten und so standen Till Heyne, Elvin Mehovic, Gabriel Noyal, Niklas Bertram und Christian Mann zu Beginn in Hanau aufs Feld. Doch es dauerte nicht lange bis sich Kapitän Till Heyne ans Knie fasste und mit Schmerzen ausgewechselt werden musste. So kam früh Ole Thormeier aufs Parkett. Am 2007er Guard lag es allerdings nicht, dass die Hanauer besser ins Spiel kamen. Christian Mann hielt dagegen und sorgte für die ersten sechs Gießener Punkte des Spiels. Hanau war dagegen immer wieder aktiver beim Rebound und sicherte sich so allein im ersten Abschnitt sechs Offensivrebounds, die sie zu sechs Punkten verwerteten. Nach dem 10:4 per Dreier von Felix Sinning kassierte Elvin Mehovic bereits sein zweites Foul. Der Guard blieb weiter auf dem Feld und übernahm nun ein wenig die Scoring-Last, so verkürzte er nach dem 15:22 per Korb trotz Foul. Auch Till Heyne kam zurück aufs Parkett, aber dennoch waren es 8 Punkte von Elvin Mehovic und 12 Punkte von Christian Mann, die für das noch knappe 23:26 sorgten.

Der zweite Durchgang sah zunächst ein schönes Pick-and-Roll, bei dem Elvin Mehovic Marlon Hilton bediente, der auf 26:28 verkürzte. Auf der Gegenseite war es Christian Mann, der im Stile eines Volleyballers einen Hanauer blockte und sich dann selbst wenig später mit einem dynamischen Drive zum Korb belohnte, was zugleich die 29:28-Führung bedeutete. Die Gastgeber ließen sich aber nicht beeindrucken und zogen wieder vor. Erneut war es Marlon Hilton, der nach einem Offensivrebound zum 35:37 verkürzte. Am Ende des Viertels war es das Trio, das die Mannschaft zum 39:42-Halbzeitstand trug.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, denn jetzt übernahm Till Heyne Verantwortung. Der Kapitän konterte einen Dreier von Hanaus Ben Williams ebenfalls von Downtown und dann war es wieder Christian Mann, der sein weiches Handgelenk unter Beweis stellte und zur 47:46-Führung von außen traf. Der zweite Distanztreffer des Kapitäns folgte kurz darauf. Die Gastgeber erreichten aber schnell die Teamfoulgrenze, da die Krapp-Jungs nun aggressiver zu Werke gingen. Daran hatten auch die beiden 2007er Tim Scherer und Ole Thormeier ihren Anteil, die sich in der zweiten Halbzeit auf dem Parkett abwechselten. So spielte Tim Scherer einen schönen Pass, den Elvin Mehovic von der Freiwurflinie in Punkte verwandelte. Kurze Zeit später bediente Till Heyne seinen Marburger Teamkollegen, der diesmal von der Dreierlinie zum 60:54 traf. Den fünften BBA-Dreier des Viertels versenkte dann wieder Christian Mann und so ging es mit 65:57 in die letzten zehn Minuten.

Doch die Konzentration und die richtige Aggressivität schien in der kurzen Pause verlorengegangen. Am Korb sprangen die Bälle vom Ring zurück und unnötige Ballverluste ließen Hanau zurück ins Spiel kommen. Mit einem Dreipunktspiel zum 67:65 war das Derby wieder offen und Marcus Krapp rief zur Auszeit. Doch die Genauigkeit bei den Korblegern fehlte weiter, obwohl Dauerbrenner Elvin Mehovic mit viel Kontakt zum 69:66 traf. Durch die angespannte Personaldecke musste er die volle Spielzeit aufs Parkett und hatte dabei noch die Aufgabe, Hanaus besten Spieler Eren Yildiz zu bewachen. Mit ein bisschen Glück kam Hanau wenige Angriffe später sogar nochmal in Führung, zweimal hatten die White Wings den Ball bereits so gut wie verloren, doch irgendwie kam er zum freien Mann am Korb, der zum 69:70 ablegte. Die passende Antwort kam vom Akademie-Kapitän und möglichen U16-Nationalspieler Till Heyne. Erst ein AndOne und dann ein Dreier mit Ablauf der Wurfuhr sorgten bei 76:70 wieder für etwas Polster. In der Folge musste Hanaus Yildiz nach einem Unsportlichen Foul im dritten Viertel mit einem Technischen Foul vom Feld. Doch seine Teamkollegen schien dies anzuspornen, erneut war es Ben Williams aus der Ecke zum 79:75-Anschluss. Als auch der Guard ausgefoult war, brachte Jeremie Okitasumbu die Gastgeber auf zwei Punkte ran. Eine Minute stand auf der Uhr als sie durch einen Gießener Schrittfehler erneut in Ballbesitz kamen. Doch der zweite 2007er Ole Thormeier war zur Stelle und fing einen Pass ab, Christian Mann konnte den Vorsprung auf 82:77 erhöhen. Zwei weitere Freiwurfpunkte durch Till Heyne sorgten für die Entscheidung. Am Ende ging der Sieg mit 86:80 an die dezimierte Truppe der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers.

Durch den siebten Sieg festigt die Truppe von Marcus Krapp den dritten Platz in der Relegationsgruppe 3. Mit drei Niederlagen stehen sie einen Platz hinter Würzburg, die ebenfalls sieben Siege haben, aber nur ein Spiel verloren. Die Franken setzten sich nach ihrer Corona-Pause nach doppelter Verlängerung in einem Highscore-Spiel gegen Mainz mit 115:109. Dennoch haben de ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers noch eine Chance auf die Playoffs. Vier Siege aus den letzten vier Spielen, inklusive dem direkten Duell in Würzburg, das möglichst mit mehr als einen Punkt Differenz, wären die Grundvoraussetzung. Dazu müsste Würzburg noch ein weiteres Spiel verlieren, sie spielen aber noch zweimal gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Südhessen.

Trainer Marcus Krapp: „Es war kein gutes Spiel, aber ich bin froh, dass wir es trotz der Ausfälle gewonnen haben. Ein gutes Viertel hat heute zum Glück gereicht. Mit Ben Klingelhöfer und Jasper Hegele haben uns die beiden besten Verteidiger für Eren Yildiz gefehlt. Ich muss aber ein Kompliment an Elvin Mehovic aussprechen, der hat ihn vor allem in der zweiten Halbzeit gut aus dem Spiel genommen und musste offensiv performen.

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Elvin Mehovic (21 Punkte, 3 Dreier, 1 Turnover, 40 Minuten), Till Heyne (24 Punkte, 3 Dreier, 5 Assists), Niklas Bertram (2 Punkte), Ole Thormeier, Tim Scherer, Gabriel Noyal, Max Brodt, Marlon Hilton (6 Punkte), Christian Mann (33 Punkte, 14/17 aus dem Feld, 2 Dreier, 12 Rebounds)

Ben Klingelhöfer
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